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Fallstudie – Gebäudereinigung für ein premium Autohaus in Berlin

In diesem Artikel:

Gebäudereinigung für ein Autohaus in Berlin Charlottenburg SEGRA

Kurzüberblick

Die Ausgangslage

Wenn ein Autohaus im Premiumsegment verkauft, verkauft es nicht nur Fahrzeuge – es verkauft Gefühl. Vertrauen. Makellosigkeit. Und genau deshalb fällt dort jedes Staubkorn doppelt auf. Als ich das erste Mal durch den Showroom in Berlin-Charlottenburg ging, war die Ausgangslage nicht dramatisch im klassischen Sinn – keine „Katastrophe“, kein Chaos. Aber es war eben auch nicht Premium. In der flachen Abendsonne, die durch die riesigen Glasfronten fiel, wurden Dinge sichtbar, die tagsüber oft untergehen: feine Schlieren an Vitrinen, Laufspuren in den Hauptwegen, matte Zonen im Bodenfinish. Und auf zwei Präsentationsfahrzeugen lag dieser typische Film aus feinem Staub, der sich in großen, offenen Räumen einfach schneller absetzt, als man denkt.
Das Verkaufsteam sagte es sehr direkt: „Wir wischen jeden Morgen noch mal nach – aber das kann nicht die Lösung sein.
Genau an diesem Punkt wird Gebäudereinigung zur Verkaufsunterstützung: nicht als „Putzen“, sondern als sauberer, wiederholbarer Prozess, der den Markenauftritt absichert.

Wer ist der Kunde?

Unser Kunde ist ein Autohaus eines internationalen Premiumherstellers – mit starkem Fokus auf Kundenerlebnis und Präsentation. Der Standort in Charlottenburg hat täglich Publikumsverkehr: Probefahrten, Beratungstermine, Laufkundschaft, Events. Dazu kommen interne Qualitätsprüfungen und Herstelleraudits, bei denen nicht nur die Verkaufszahlen, sondern auch der Standortstandard bewertet wird. Ein makelloser Eindruck ist hier kein Nice-to-have, sondern Teil der Markenführung.

Was war das Problem, Anlass oder Ziel?

Die zentrale Herausforderung war nicht „zu wenig Reinigung“, sondern zu wenig Standard. Die Reinigung wirkte punktuell: an einem Tag sehr gut, am nächsten Tag eher „okay“. Für ein Premium-Autohaus ist dieses Schwanken Gift – weil Kunden die Oberfläche lesen: Glas, Licht, Boden, Geruch, Kontaktflächen.

Konkret hieß das:

  • Fahrzeuge standen in einer Umgebung, in der Staub sichtbar wurde.
  • Glasfronten und Vitrinen zeigten im Gegenlicht Schlieren und Fingerabdrücke.
  • Showroom-Böden wirkten unruhig und verloren ihren „tiefen“ Glanz.
  • Das Team im Verkauf musste regelmäßig nacharbeiten – mit dem Effekt, dass Zeit und Fokus vom Kerngeschäft abwanderten.
  • Es gab keine dokumentierten Abläufe, keine klare Verantwortlichkeit, keine nachvollziehbaren Intervalle.

Das Ziel war daher klar formuliert: Gebäudereinigung, die Premium konstant möglich macht – jeden Tag, unabhängig von Wetter, Frequenz oder Personalwechsel.

Warum wurde SEGRA kontaktiert?

Das Autohaus suchte keinen Dienstleister, der „irgendwie sauber“ macht, sondern einen Prozesspartner. Entscheidend war die Frage: Können wir die Reinigung so strukturieren, dass sie auditfähig, planbar und materialgerecht ist – und dabei den laufenden Betrieb nicht stört? Wir wurden kontaktiert, weil wir genau dort stark sind: klare Reinigungslogik, geschulte Teams, Zonenpläne und Qualitätskontrollen. Und weil wir ehrlich sagen, was geht – und was nicht. Bei einer Objektgröße von 4.000 m² kann man nicht „alles immer gleich“ reinigen. Man muss priorisieren, zonieren und Standards definieren, die im Alltag funktionieren. Innerhalb von 72 Stunden waren wir zur Begehung vor Ort. Noch in derselben Woche starteten wir mit der laufenden Unterhaltsreinigung.

Wie war die Situation vorher?

Vor unserer Übernahme gab es keine durchgängige Linie. Manche Bereiche wurden sichtbar häufig gemacht (z. B. Eingänge), andere – wie Vitrinen im Gegenlicht oder Sockelzonen hinter Fahrzeugen – fielen durch das Raster. Zudem waren Werkstatt- und Kundenbereiche nicht sauber getrennt gedacht: Feinstaub aus der Annahme findet seinen Weg schneller in Verkehrsflächen, als man glaubt. Ohne saubere Zonierung entsteht dann dieser diffuse Eindruck: „Irgendwas ist nicht ganz rund.“

Herausforderungen & Rahmenbedingungen

Eine Premium-Umgebung hat ihre eigenen Regeln. Und die sind in diesem Objekt besonders ausgeprägt.

1) Empfindliche Hochglanzlacke & Präsentationsflächen
Wir reinigen keine Fahrzeuge – aber wir reinigen in einer Umgebung, in der jede falsche Faser, jeder Film, jede Staubverwirbelung sichtbar wird. Es geht darum, Staub zu binden statt zu verteilen, und keine Rückstände zu hinterlassen, die sich auf Lacken, Displays oder Klavierlack-Möbeln „absetzen“.

2) Große Glasflächen mit Gegenlicht
Glas ist im Autohaus nicht nur „Fenster“. Es ist Bühne: Front, Türen, Vitrinen, Trennwände. Gegenlicht verzeiht nichts. Schlieren, Abzieherkanten oder falsche Chemie sieht man sofort – und zwar aus der Distanz.

3) Böden: rutschhemmend, aber optisch sauber
Showroom-Böden müssen sicher sein (Stichwort Rutschhemmung), aber gleichzeitig hochwertig wirken. Das ist ein Spannungsfeld: Zu viel Pflegefilm macht glänzend, aber rutschig und schmutzanfällig. Zu wenig Pflege wirkt stumpf und unruhig.

4) Reinigung außerhalb der Öffnungszeiten
Premium lebt von Ruhe. Unsere Einsätze mussten so getaktet sein, dass sie Beratung und Probefahrten nicht stören – also frühe oder späte Zeitfenster und eine Arbeitsweise, die „leise“ bleibt.

5) Trennung Werkstatt vs. Kundenbereiche
Werkstattannahme und Kundenlounge haben unterschiedliche Anforderungen. Dort feiner Staub und Ölspuren-Risiko, hier Hygiene und Aufenthaltsqualität. Ohne saubere Trennung verschiebt man Schmutz nur von A nach B.

6) Konstante Qualität trotz hoher Frequenz
Viele Menschen, viele Fingerabdrücke, viele Laufspuren. Ein System muss so gebaut sein, dass es nicht bei Eventtagen „kippt“.

Unsere Lösung / Umsetzung – Zonenbasierte Gebäudereinigung

Wir haben die Gebäudereinigung in fünf Zonen organisiert – nicht, um es komplizierter zu machen, sondern damit es im Alltag einfacher wird. Jede Zone bekam eigene Methoden, Mittel und Intervalle. Und: Jede Zone bekam eine Checklogik, damit Qualität nicht „gefühlt“, sondern reproduzierbar wird.

Zone 1: Showroom & Verkaufsflächen

Hier zählt das visuelle Finish. Unsere Teams arbeiten staubbindend, mit materialschonender Feuchtreinigung, ohne Film und ohne Rückstände. Möbel, Theken, Displays – alles wird so gereinigt, dass Oberflächen „trocken sauber“ wirken: keine Schlieren, keine Fettfahnen, keine überparfümierten Reiniger. Ganz wichtig: Wir reinigen die Umgebung so, dass Fahrzeuge in einem staubarmen Setting stehen. Das reduziert Nacharbeit, ohne dass man jeden Morgen im Sprint durch den Showroom muss.

Zone 2: Glasflächen & Eingänge

Streifenfreie Glasreinigung ist hier kein Marketing-Wort, sondern Pflicht. Wir arbeiten mit abgestimmter Glaschemie, frischen Bezügen, klarer Technik – und einem einfachen Qualitätsprinzip: Gegenlicht-Check. Dazu kommen Türgriffe, Rahmen, Schalterflächen: alles, was Kunden anfassen, wird konsequent gereinigt, weil Premium nicht nur „glänzt“, sondern sich auch hygienisch anfühlt.

Zone 3: Böden & Verkehrsflächen

Die Laufzonen sind die härtesten Bereiche – und gleichzeitig die sichtbarsten. Wir setzen rückstandsarme Mittel ein, achten auf schnelle Trocknung und übergeben rutschhemmend. Das Ziel: ein ruhiges, gleichmäßiges Bodenbild ohne „Wolkigkeit“ oder matte Inseln. Gerade bei großen Flächen ist die Technik entscheidend: richtiges Pad, richtige Dosierung, richtige Führung.

Zone 4: Kundenlounge & Büros

In der Lounge geht es um Aufenthaltsqualität: Tische, Sitzmöbel, Ablagen, Abfall, Oberflächen. In Büros um saubere Arbeitsplätze – ohne störende Gerüche und ohne unnötige „Feuchtigkeit“ auf Technikflächen. Nebenbei: Falls im Objekt zusätzlich administrative Bereiche stärker genutzt werden, greifen hier Elemente, die wir auch aus der Büroreinigung und Unterhaltsreinigung kennen – nur eben angepasst an das Premium-Setting.

Zone 5: Sanitärbereiche

Sanitär ist der Ort, an dem Kunden unbewusst entscheiden, wie „professionell“ ein Standort ist. Wir reinigen zonengetrennt, desinfizieren Kontaktflächen, füllen Verbrauchsmaterial nach und neutralisieren Gerüche ohne aggressive Duftkeulen. Sauber ja – aber auch angenehm.

Qualität & Organisation

Damit Gebäudereinigung nicht von Tagesform abhängig ist, haben wir den Ablauf sauber aufgestellt:

  • Feste Reinigungspläne pro Zone mit klaren Frequenzen
  • Sichtprüfung nach jeder Schicht (Showroom/Glas/Boden-Hotspots)
  • Dokumentierte Intervalle für auditfähige Nachvollziehbarkeit
  • Meldung von Schäden/Besonderheiten (z. B. Kratzer, lose Leisten, defekte Spender)
  • Fester Ansprechpartner in der Objektleitung – kurz erreichbar, entscheidungsfähig

Das bringt Ruhe. Und genau diese Ruhe ist im Premiumumfeld Gold wert.

Ergebnisse & Nutzen für den Kunden

Nach den ersten Wochen kam das Feedback nicht als „Wow, das ist neu“, sondern als „Endlich konstant“. Und das ist in dieser Branche das größte Kompliment.

  • Deutlich weniger Staub auf Präsentationsfahrzeugen – das Verkaufsteam musste nicht mehr „nachwischen, bevor der Kunde kommt“.
  • Keine Schlieren auf Glasfronten und Vitrinen – auch im Gegenlicht blieb der Eindruck sauber und hochwertig.
  • Ruhiger Premium-Gesamteindruck – der Showroom wirkte „aufgeräumter“, obwohl wir nichts umgestellt haben. Sauberkeit macht Räume leiser.
  • Entlastung des Verkaufs – weniger Nacharbeit, mehr Fokus auf Beratung und Abschluss.
  • Besseres Kundenfeedback – nicht immer direkt zur Reinigung, aber spürbar im Gesamterlebnis („wirkt sehr gepflegt“).
  • Auditfähigkeit – dokumentierte Standards geben Sicherheit bei Herstelleraudits und internen Qualitätsrunden.

Ein Satz blieb mir besonders hängen, weil er genau das trifft:

„Wir verkaufen Premium – und jetzt sieht man es auch jeden Morgen, bevor der erste Kunde durch die Tür kommt.“

Wissensteil – Mini-Ratgeber: Was professionelle Gebäudereinigung im Premium-Autohaus ausmacht

Wenn Sie ein Autohaus führen oder Standorte verantworten, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Mechanik dahinter – denn Autohaus-Reinigung ist eine eigene Disziplin.

1) Reinigung ist Teil des Markenauftritts – nicht nur Betriebskosten

In Premiumobjekten ist Sauberkeit „Frontstage“. Glas, Licht und große Flächen machen jede Abweichung sichtbar. Darum braucht es Standards, nicht spontane Aktionen.

2) Zonenlogik statt Gießkannenprinzip

Ein Showroom hat andere Anforderungen als eine Werkstattannahme. Gute Gebäudereinigung trennt Bereiche nach Nutzung, Material und Risiko (Staub/Öl/Hygiene). Ohne Zonierung entsteht Mischschmutz – und der wirkt immer „grau“.

3) Materialgerechte Mittel – weniger ist oft mehr

Hochglanzflächen reagieren empfindlich auf falsche Reiniger. Rückstände erzeugen Filme, die Licht brechen und Schlieren sichtbar machen. Bei Glas ist die Technik wichtiger als „viel Chemie“. Bei Böden entscheidet Dosierung über Glanz, Rutschhemmung und spätere Wiederanschmutzung.

4) Frequenzsteuerung: Eingänge & Laufzonen sind die Gamechanger

Hoher Kundenverkehr bedeutet: Die Hauptwege brauchen eine andere Taktung als Nebenflächen. Wer hier falsch plant, bekommt unruhige Böden und permanenten „Schuhrand“.

5) Qualität messbar machen

Premium braucht Audit-Logik: Checklisten, Sichtprüfungen, dokumentierte Intervalle, klare Ansprechpartner. Nicht als Bürokratie – sondern als Sicherheitsnetz, damit Qualität nicht schwankt.

6) Trennung von Werkstatt & Kunde ist Pflicht

Werkstattstaub ist anders als Kundenschmutz. Wenn dieselben Tücher, Mopps oder Laufwege genutzt werden, trägt man das Problem in den Showroom. Zonengetrennte Arbeitsmittel und klare Reihenfolgen verhindern genau das.

Fazit – Was diese Case Study zeigt

Diese Case Study zeigt: In einem Premium-Autohaus ist Gebäudereinigung kein „Hintergrundjob“, sondern ein stiller Teil des Verkaufserfolgs. Wenn Glas streifenfrei ist, Böden ruhig wirken und Fahrzeuge in einer staubarmen Umgebung stehen, gewinnt der Standort spürbar an Souveränität – und das Team gewinnt Zeit fürs Kerngeschäft.
Wenn Sie in Berlin ein Objekt betreiben, in dem Sauberkeit Teil der Marke ist, lassen Sie uns sprechen. Für Objekte wie dieses finden Sie hier unser Leistungsportfolio: Unsere Leistungen im Bereich Gebäudereinigung Berlin.
Und wenn Sie eine Lösung mit klaren Standards und verlässlicher Umsetzung möchten: Jetzt unverbindlich Kontakt aufnehmen.

Über den Autor

Christian Langer

Christian ist Objektbetreuer bei SEGRA. Seit 2014 betreut er über 50.000 m² Büroflächen und teilt hier praxisnahe Reinigungstipps.