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Fallstudie – Gebäudereinigung in einem Berliner Großraumbüro

In diesem Artikel:

Gebäudereinigung Großraumbuero Berlin Treptow SEGRA

Kurzüberblick

Die Ausgangslage

Großraumbüros haben einen eigenen Sound. Tastaturen klackern, Headsets klicken, irgendwo summt ein Drucker. Und: Es gibt kaum „Leerlauf“. Als ich das Callcenter in Berlin-Treptow das erste Mal betrat, war sofort klar, warum das Thema Gebäudereinigung hier nicht nur eine Frage von Optik ist. Auf 800 m² arbeiten mehrere Teams im Schichtbetrieb – viele Arbeitsplätze auf engem Raum, viel Bewegung, viele Hände, viele Kontaktflächen. Das Problem war nicht, dass „nie gereinigt“ wurde. Das Problem war, dass Sauberkeit nicht konstant war. Nach einer Schicht wirkte es ordentlich, nach der nächsten wieder „durch“. Und wenn Hygiene schwankt, schwankt irgendwann auch das Vertrauen der Mitarbeitenden.

Die Teamleitung brachte es auf den Punkt: „Wir brauchen ein System, das jeden Tag gleich funktioniert – unabhängig davon, wie voll es war.

Wer ist der Kunde?

Unser Kunde ist ein Callcenter mit mehreren Teams und Schichtbetrieb. Die Organisation arbeitet prozessgetrieben, mit internen Qualitätsanforderungen und einem hohen Anspruch an Produktivität und Arbeitsklima. Neben Mitarbeitenden sind regelmäßig auch Besucher, Bewerber und gelegentlich Auftraggeber vor Ort – der Standort ist also nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch ein Aushängeschild. Gerade deshalb sollte die Gebäudereinigung nicht „nebenbei“ laufen, sondern verlässlich und nachvollziehbar sein.

Was war das Problem, Anlass oder Ziel?

Die Ausgangslage war typisch für stark frequentierte Großraumflächen: Böden und Oberflächen werden überdurchschnittlich beansprucht, und es entstehen viele „kleine“ Verschmutzungen, die sich schnell summieren. Besonders kritisch waren die Kontaktflächen – Schreibtische, Telefone, Türgriffe, Meetingraumtische. Hier ging es weniger um sichtbaren Dreck, sondern um Hygienegefühl und das Vertrauen, dass die Arbeitsumgebung gepflegt ist.

Hinzu kam: Die Reinigung war nicht auf den Schichtbetrieb abgestimmt. Dadurch entstanden Lücken zwischen Nutzung und Reinigung – und damit genau diese Schwankungen, die Mitarbeitende frustrieren („Warum ist es heute so?“). Außerdem fehlten dokumentierte Abläufe: Es gab keine klare Zonierung, keine einheitliche Priorisierung, keine Prüf-Logik.

Ziel war daher klar: eine Gebäudereinigung, die konstante Hygiene schafft – täglich, ohne den Betrieb zu stören, mit spürbarem Mehrwert für Mitarbeitende und Organisation.

Warum wurde SEGRA kontaktiert?

Der Kunde suchte einen Dienstleister, der Großraumbüros versteht:

  • viele Kontaktpunkte
  • hohe Frequenz
  • wenig Zeitfenster und
  • die Notwendigkeit, leise und diskret zu arbeiten.

Entscheidend war weniger ein „größerer Aufwand“, sondern ein smarterer: Zonen, Prioritäten, definierte Routinen – und ein Ansprechpartner, der erreichbar ist, wenn sich Schichten, Raumbelegung oder Anforderungen ändern.

Wir haben innerhalb von 48 Stunden eine Begehung durchgeführt, die Nutzung über den Tag abgefragt und die kritischen Stellen gemeinsam mit der Teamleitung identifiziert. Ab der Folgewoche starteten wir mit der täglichen Unterhaltsreinigung – Mo bis Fr – als sauberer, wiederholbarer Prozess.

Wie war die Situation vorher?

Vor unserer Übernahme gab es eine Art „Grundroutine“, aber sie war nicht konsequent auf die tatsächliche Nutzung abgestimmt. Manche Bereiche wurden zu selten, andere zu unspezifisch gereinigt. Kontaktflächen wurden nicht systematisch priorisiert, und es fehlte ein Standard, der für alle nachvollziehbar ist. Das Ergebnis war ein wechselndes Sauberkeitsbild: Mal okay, mal nicht – aber nie verlässlich. Und genau diese Unverlässlichkeit sorgt in Callcentern schnell für Unruhe, weil sie im Alltag ständig „mitläuft“.

Herausforderungen & Rahmenbedingungen

Gebäudereinigung im Großraumbüro bedeutet: viele Menschen, viele Berührungen, wenig Unterbrechung. In Berlin-Treptow kamen mehrere Punkte zusammen:

1) Viele Kontaktflächen – hoher Hygieneanspruch
Telefone, Tastaturen, Tischkanten, Türgriffe, Lichtschalter – das sind nicht nur „Details“, das sind die Flächen, die Mitarbeitende täglich dutzendfach anfassen. Genau hier entsteht das Hygienegefühl. Und genau hier muss die Reinigung zuverlässig sein – ohne Geräte oder Oberflächen zu beschädigen.

2) Hohe Staub- und Schmutzbelastung
Viele Arbeitsplätze bedeuten viele Partikel: Papierstaub, Verpackungen, Kaffeeflecken, Krümel, Abrieb aus Teppich- und Laufzonen. Wenn man das nur „wegwischt“, verteilt man oft mehr, als man entfernt. Staubbindend arbeiten ist hier entscheidend.

3) Unterschiedliche Nutzungszeiten & Schichtbetrieb
Reinigung darf den Betrieb nicht stören – gleichzeitig müssen Ergebnisse morgens sichtbar sein. Das erfordert feste Zeitfenster, klare Reihenfolgen und eine Routine, die auch dann funktioniert, wenn kurzfristig Meetings laufen oder Teams länger bleiben.

4) Schnelle Trocknung der Böden
In Verkehrsflächen und Eingängen darf nichts rutschig sein. Gleichzeitig sollen Böden gepflegt aussehen. Wir brauchten also ein Verfahren mit wenig Restfeuchte, rückstandsarmen Mitteln und klarer Übergabe.

5) Diskretes Arbeiten
Callcenter sind sensible Umgebungen: Gesprächsinhalte, Kundendaten, Screens. Unser Team arbeitet mit „Eyes-down“-Prinzip, berührt keine Unterlagen, verschiebt nichts ohne Freigabe – Sauberkeit ja, Eingriff nein.

Unsere Lösung / Umsetzung – Zonenbasierte Gebäudereinigung

Wir haben das Objekt in fünf Reinigungszonen gegliedert – damit jede Fläche die Behandlung bekommt, die sie braucht, und damit am Ende ein konstantes Sauberkeitsbild entsteht.

Zone 1: Arbeitsplätze (Kernzone)

Der Schwerpunkt lag auf einem hygienischen „Daily Reset“: Abfall raus, sichtbare Verschmutzungen weg, Oberflächen sauber – aber materialschonend. Schreibtische werden gereinigt (im Rahmen der vereinbarten Clear-Desk-Regeln), Telefone und Tastaturen oberflächlich hygienisiert, Monitore staubgewischt, ohne Druck oder aggressive Chemie. Hier zählt Fingerspitzengefühl: genug Hygiene, ohne Technik zu riskieren.

Zone 2: Meetingräume

Meetingräume sind die Visitenkarte nach innen und außen. Wir reinigen Tischflächen, wischen Stühle im Griffbereich ab, nehmen Glasflächen mit streifenfreier Methode mit und sorgen für ein ruhiges Bodenbild. Ziel: Ein Raum, der jederzeit „sofort nutzbar“ wirkt.

Zone 3: Teeküche

Die Teeküche ist im Großraumbüro der Hochfrequenzpunkt. Hier reinigen wir Arbeitsflächen, Spülbecken, Geräteaußenflächen und kümmern uns konsequent um Abfall und Gerüche. Wichtig: rückstandsarm arbeiten – niemand möchte am nächsten Morgen Reinigerfilm an der Kaffeemaschine.

Zone 4: Böden & Verkehrsflächen

Teppichflächen werden gründlich gesaugt (Fokus Laufwege, Eingänge), Hartbodenbereiche feucht gewischt – schnell trocknend, rutschhemmend übergeben. Wir arbeiten mit klarer Reihenfolge (von weniger zu stärker belastet) und setzen auf staubbindende Verfahren, damit der „graue Film“ gar nicht erst entsteht.

Zone 5: Sanitärbereiche

Sanitär wird konsequent zonengetrennt gereinigt. Kontaktflächen werden desinfiziert, Verbrauchsmaterial aufgefüllt, Gerüche neutralisiert. Das klingt banal – ist aber in hochfrequentierten Objekten einer der größten Hebel für Zufriedenheit.

Qualität & Organisation

Damit Gebäudereinigung nicht von Tagesform abhängt, haben wir die Organisation bewusst schlank, aber konsequent gemacht:

  • Feste Reinigungszeiten Mo–Fr, abgestimmt auf den Schichtbetrieb
  • Reinigungspläne pro Zone (was, wie, womit, wie oft)
  • Sichtprüfung nach jeder Schicht mit Fokus auf Hotspots (Teeküche, Sanitär, Meetingräume, Eingänge)

Fester Ansprechpartner – Rückfragen laufen nicht ins Leere, Anpassungen werden zeitnah umgesetzt

Ergebnisse & Nutzen für den Kunden

Der Effekt war nicht nur optisch, sondern im Alltag spürbar. Nach wenigen Wochen hörten wir Sätze wie: „Es fühlt sich morgens wieder frisch an“ – und das ist in einem Callcenter fast wichtiger als Hochglanz.

  • Saubere Arbeitsplätze als Standard: weniger Krümel, weniger Staub, weniger „Kleinigkeiten“, die sich sonst über Tage aufbauen.
  • Konstante Hygiene an Kontaktflächen: Türgriffe, Tische, Sanitär – das Hygienegefühl wurde deutlich besser.
  • Weniger Beschwerden: Die interne Organisation musste nicht mehr „hinterherlaufen“ oder täglich nachsteuern.
  • Besseres Arbeitsklima: Sauberkeit ist ein stiller Stressfaktor – wenn sie stimmt, wird es ruhiger im Team.
  • Professioneller Eindruck für Besucher & neue Mitarbeitende: Meetingräume und Empfang/Verkehrsflächen wirken verlässlich gepflegt.

Weniger krankheitsbedingte Ausfälle (Kundenwahrnehmung): Der Kunde berichtete, dass sich die Ausfallquote im Team nach Stabilisierung der Hygiene positiv entwickelt hat – ein Effekt, den wir aus ähnlich hochfrequentierten Umgebungen kennen, ohne ihn als „medizinisches Versprechen“ zu verkaufen.

Wissensteil – Mini-Ratgeber: Gebäudereinigung im Großraumbüro

Großraumbüros sind eigene Ökosysteme. Wenn Sie Verantwortung für ein Callcenter oder eine große Office-Fläche tragen, helfen diese Punkte, die richtige Gebäudereinigung zu beauftragen:

1) Kontaktflächen sind die KPI – nicht nur der Boden

In Großräumen entscheidet Hygienegefühl über Zufriedenheit. Wer nur Böden „schön“ macht, aber Tischkanten, Türgriffe und Sanitärkontaktflächen vernachlässigt, verliert Vertrauen. Gute Gebäudereinigung definiert eine tägliche Kontaktflächenroutine.

2) Zonenplanung ist Pflicht

Arbeitsplätze, Teeküche, Sanitär, Meetingräume und Verkehrsflächen haben unterschiedliche Belastungen. Ohne Zonierung entsteht ein Mischstandard – und der ist meist zu niedrig. Zonenpläne sorgen dafür, dass Ressourcen dort landen, wo sie Wirkung entfalten.

3) Schichtbetrieb braucht feste Zeitfenster und klare Übergabe

Eine Reinigung, die „irgendwann“ passiert, wird in Schichtsystemen immer Lücken lassen. Besser: definierte Slots, sichtbare Übergabe und ein Standard, der jeden Tag reproduzierbar ist.

4) Schnelltrocknende, rückstandsarme Bodenpflege

Rutschhemmung und Optik müssen zusammenpassen. Rückstandsarme Mittel reduzieren Wiederanschmutzung – und verhindern, dass Böden „wolkig“ wirken oder klebrig werden.

5) Diskretion & Technikschutz

Telefonanlagen, Screens, sensible Unterlagen: Gebäudereinigung im Callcenter muss technisch vorsichtig und datenschutzsensibel arbeiten. „Eyes-down“, nichts verschieben ohne Freigabe, geeignete Tücher und milde Mittel – das ist Professionalität.

Fazit – Was diese Case Study zeigt

Diese Case Study zeigt: Gebäudereinigung im Großraumbüro ist dann erfolgreich, wenn sie strukturiert ist. Nicht Intensität macht den Unterschied, sondern Konstanz – jeden Morgen, jede Schicht, jedes Team. Mit zonengetrennten Plänen, hygienischer Kontaktflächenroutine und sauberer Organisation wurde aus schwankender Sauberkeit ein verlässlicher Standard, der Mitarbeitende entlastet und das Arbeitsklima stärkt.

Wenn Sie in Berlin eine große Bürofläche betreiben und verlässliche Standards suchen, schauen Sie sich auch unser Leistungsportfolio an: Unsere Leistungen im Bereich Gebäudereinigung Berlin.
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Über den Autor

Christian Langer

Christian ist Objektbetreuer bei SEGRA. Seit 2014 betreut er über 50.000 m² Büroflächen und teilt hier praxisnahe Reinigungstipps.